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Wald Geschichte | SMNU

Wald Geschichte

Mit Ausnahmen von Gebieten oberhalb der natürlichen Waldgrenzen sowie auf zu trockenen, zu nassen und zu kalten Standorten waren nach der letzten Eiszeit unsere Erde, ganz Europa sowie die Schweiz mit Wald bedeckt. In Europa wurden zwei Drittel dieser historischen Waldflächen von unseren Vorfahren in Landwirtschafts- sowie Siedlungsflächen umgewandelt und haben damit den Grundstein für die Entwicklung unserer Gesellschaft gelegt. Auch der heute noch verbliebene Drittel der europäischen Wälder wurde im Laufe seiner Geschichte mehrmals kahlgeschlagen. Vom verbliebenen Drittel des Schweizer Waldes kann gerade einmal 0.1 % der Fläche als Urwald oder Primärwald bezeichnet werden, der noch nie durch den Mensch beeinflusst worden ist.

Holz war eine der wichtigsten Ressourcen für die damalige Bevölkerung und einer der wenigen, zur Verfügung stehenden Energieträgern der damaligen Zeit, der masslos übernutzt worden ist. Die Armut, aber auch die Verknappung der Holzressourcen hat viele Schweizer sowie Europäer veranlasst ihre Heimat zu verlassen und in andere Länder auszuwandern.  Im Wallis ist beispielsweise noch im 19. Jahrhundert ein Sechstel der Gesamtbevölkerung auf die neuen Kontinente ausgewandert. Der intensive Raubbau an unseren Wäldern bis ins 19. Jahrhundert hatte verheerende Naturkatastrophen zur Folge. Lawinen, Steinschlag, Murgänge, Hochwasser und Erosion haben die Menschen heimgesucht und viel Leid über sie gebracht, da der Wald seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllen konnte.

Diese Naturkatastrophen aber auch die Versorgung mit dem neuen Energieträger Kohle haben dazu beigetragen, dass die Schweiz, trotz erheblichen Wiederstandes, 1876 das erste Eidgenössische Forstpolizeigesetz eingeführt hat. In Kombination mit anderen, wichtigen Massnahmen wurde darin der verbindliche, räumliche Schutz der verbleibenden Waldflächen definiert und jede weitere Rodung wurde verboten. Insbesondere wurde aber die „Nachhaltige Bewirtschaftung“ des Waldes gesetzlich verankert. Dies bedeutet, dass jährlich nur die Holzmenge genutzt werden darf, welche wieder nachwachsen kann. Dadurch kann ein Wald genutzt und dennoch von Generation an Generation weitergegeben werden Die gesetzliche Verankerung der nachhaltigen Bewirtschaftung einer natürlichen Ressource gilt somit global als eine der Pionier Leistungen der Schweiz und viele Länder haben das Model des Schweizer Waldgesetzes übernommen.

Ohne niedergeschriebene Gesetze haben verschiedene indigene Völker weltweit nach dieser Philosophie gelebt und die nachhaltige Nutzung Ihres Lebensraumes über Jahrtausende von Generation zu Generation weitergegeben und verinnerlicht.

Die natürlichen Ressourcen des Europäischen Kontinentes waren bereits im 15. Jahrhundert stark übernutzt. Das Holz war aus den Wäldern geschlagen, die Wildbestände teilweise ausgerottet. Zuerst sind die Süss-, dann die Salzwasser Fischbestände zusammengebrochen und mit den damaligen landwirtschaftlichen Bewirtschaftungstechniken konnte die Bevölkerung nicht ausreichend ernährt werden. Diese Faktoren habe die Maschinerie der Kolonialisierung und Migration angeheizt und die hungergeplagte Bevölkerung wähnte sich bei der Ankunft in den neuen Kontinenten wie im Traum. Unerschöpfliche Holzvorräte vom Kongo über Nord- oder in Südamerika. Flüsse voller Fische, Wildtiere im Überfluss in den Afrikanischen Steppen oder den Great Plains in Nordamerika. Und so viel Land, das jetzt uns gehört.

In einem der grössten Genozide unserer Geschichte wurde die Urbevölkerung Nord- und Südamerikas von den europäischen Einwandern beinahe ausgelöscht. Schätzungen zu Folge verlor 95 % der Population der indigenen Völker auf beiden Kontinente Ihr Leben durch Gewalt, Hunger, eingeschleppte Krankheiten und Versklavung.

Dieselbe Entwicklung erlebten auch die Wälder in der neuen Welt bis in die heutige Zeit. Ein Netz aus Schutzgebieten sowie die nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung der verbleibenden Waldbestände  ist heute noch – wie einst bei uns – der Schlüsselfaktor um dieses bedeutende Element unserer Ökosysteme nachhaltig zu erhalten.

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